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POTW 036

Little Milton - "You colored my blues bright" (CHECKER)

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MP3-File
Spieldauer: ca. 80 Sek.
Dateigrösse: ca. 240 KB


Little Milton gehört zweifellos in die erste Reihe der "Elder Statesmen" des Rhythm'n'Blues. Auch ohne die ganz großen Hits hat er im Laufe der Jahrzehnte viele gute Nummern aufgenommen und erfährt daher von Kennern des Genres die wohlverdiente Anerkennung. Milton Campbell wurde am 7. September 1934 in Inverness, Mississippi geboren. Der spätere Künstlername kam dadurch zustande, daß sein Vater ebenfalls Milton hieß, und so war er eben der "little" Milton. Seine Karriere begann bei Ike Turners Kings of Rhythm als Sänger und Gitarrist. Die ersten Solo-Platten nahm er 1954 für das berühmte SUN-Label in Memphis auf. Nach einem Intermezzo bei METEOR unterzeichnete er 1958 bei BOBBIN Rec. in St. Louis, wo er erkennbar einen eigenen Stil entwickelte. Zu dieser Zeit verkauften sich seine Platten vor allem in den Südstaaten, wo er auf dem "Chitlin' Circuit" regelmäßig auftrat. Der Wechsel zu CHESS Records nach Chicago 1961 eröffnete ihm neue Möglichkeiten und bis 1970 hatte er auf dem Sub-Label CHECKER eine Vielzahl guter Songs, von denen mehrere Hits in den R'n'B-Charts waren, allerdings selten in die Pop-Charts gelangten. Darunter waren nicht nur äußerst kraftvolle und mitreißende Uptempo-Tanznummern und langjährige Mod-Faves wie "Sometimey" (1965) oder "Grits ain't groceries" (1968), sondern auch gute Deep-Soul-Nummern, darunter ein gelungenes Cover von Jimmy Cliffs "Many rivers to cross" (1970).

Nach dem Tod von Leonard Chess ging Little Milton 1971 zurück nach Memphis und nahm 10 Singles für das bekannteste Soul-Label des Südens, STAX, auf. "Walkin' the backstreets and cryin'" (1974) ist die populärste Nummer aus dieser Zeit, für mich zählen v.a. "Let me back in" und "Sweet woman of mine" (beide ebenfalls 1974) mit zu seinen besten Titeln überhaupt. Nachdem STAX wegen finanzieller Schwierigkeiten die Tätigkeit einstellte, hielt er sich zunächst bei Independents über Wasser und erhielt dann 1984 einen Vertrag bei MALACO, die zwei kräftige Füße in der Tür des "Soul-Blues"-Marktes hatten, eines Genres, das bis heute in den südlichen Bundesstaaten ungeachtet aller Entwicklungen in den Pop-Charts gute Verkaufszahlen erreicht. Besonders der Song "The Blues is alright" war sehr erfolgreich. Vereinzelte Singles folgten bis in die späten Neunziger und erfreulicherweise tritt Little Milton noch immer weltweit auf Konzerten und großen Bluesfestivals auf.

"You colored my blues bright" von 1966 ist ein weiteres schönes Beispiel für Little Miltons kräftigen, markanten Stil. Da sich die meisten seiner Songs ganz gut verkauften, waren die Auflagen recht groß und die Platten sind auch heute noch gut erhältlich, zeitloser Schick für den kleinen Geldbeutel. Solche R'n'B-Mover, i.d.R. allerdings die etwas schnelleren, legten in England vor 40 Jahren die z.T. sehr jungen DJs in den (Jugend-) Clubs auf, mit diesem Sound (und Motown) fing Northern Soul an, damals...

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